Posted on 29 Januar 2017 by Marina on digitalienisch, interkulturelle Kommunikation, Social Media

Was man nicht mit dem italienischen Lebensgefühl assoziieren sollte

„Vor allem die italienische Küche scheint für viele Amerikaner, Deutsche, Briten und Finnen heute Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühl, Teil des viel zitierten ‚Dolce vita‘  zu sein, das sie für sich selbst erträumen“, meint der Historiker Patrick Bernhard, der sich mit dem Globalisierungsprozess westlicher Konsumgesellschaften  auseinandergesetzt hat.

Unlängst hat auch die Firma Faber GmbH (Piaggio Generalimporteur) für Mipiace.at eine Facebook Ad geschaltet, die das italienische Lebensgefühl hervorrufen sollte.

Tatsache ist, dass sich das Hashtag #ForzaItalia als ein Schlag ins Wasser für manche italienischen Expats erwies. Wieso?

Forza Italia (d.h. vorwärts Italien) war ursprünglich ein Schlachtruf im Sport, ist aber bekanntlich eine politische Partei, die 1994 von Silvio Berlusconi gegründet wurde. Dem einst italienischen Premierminister Berlusconi kann Italien u.a. den Verfall der politischen Kultur und die Entwürdigung von Frauen, verdanken.

Weil mit dieser Ad offensichtlich auch in Österreich lebende Italiener angesprochen werden, wäre es angemessener, ein neutrales Wording wie z.B. „Viva l‘ Italia“ zu wählen.

Werbeanzeige der Firma Faber für Mipiace.at

Screenshot 18.01.2017

[Das Unternehmen Faber GmbH wurde bereits am 18.01.17 per E-Mail kontaktiert, wir haben bis heute noch keine Rückantwort erhalten.]

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